A story to share together
Das Leuchten der Zehn
Nia und ihr Großvater Solomon ordnen leuchtende Laternen im Gemeinschaftsgewächshaus an und entdecken, wie verschiedene Kombinationen immer die Summe zehn ergeben, während sie sich auf ein festliches Abendfest vorbereiten.


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Das Gemeinschaftsgewächshaus summte vor abendlicher Magie. Das Sonnenlicht verblasste und hinterließ ein sanftes, smaragdgrünes Leuchten. Nia hüpfte durch die Farnreihen, ihre gelbe Latzhose leuchtete hell vor den tiefgrünen Blättern. Großvater Solomon folgte langsam, seine silbernen Locken fingen die letzten goldenen Strahlen des Tages ein. Es war endlich Zeit für das Laternenfest.

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Großvater Solomon öffnete eine Holzkiste. Darin warteten zehn schlichte Laternen, dunkel und still. Er reichte Nia eine. Sie berührte den Schalter, und die Laterne flackerte auf und warf einen warmen Schein auf ihr Gesicht. Gemeinsam stellten sie die Laternen vorsichtig auf einen langen, moosbewachsenen Steintisch. Lass uns sehen, wie sie am schönsten leuchten, sagte er.

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Nia reihte sie alle in einer einzigen, leuchtenden Reihe auf. Sie zählte sie eine nach der anderen und fuhr mit dem Finger dem Licht nach. Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn. Sie sahen aus wie eine Kette gefallener Sterne, die auf dem Moos ruhten. Das ganze Gewächshaus fühlte sich unter ihren wachsamen Augen gemütlich und hell an.

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Nia beschloss, die Anordnung zu ändern. Sie schob drei Laternen auf die linke Seite und sieben auf die rechte. Die Gesamtzahl blieb gleich, sie waren nur in zwei verschiedenen Gruppen versammelt. Schau, Opa, flüsterte sie. Drei und sieben ergeben zehn. Es ist wie ein geheimer Lichttanz, der seinen Rhythmus nie ändert.

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Großvater Solomon nickte, seine Augen funkelten. Er schob vorsichtig zwei Laternen von der Siebenergruppe weg und schuf ein neues Muster. Jetzt haben wir fünf auf der einen und fünf auf der anderen Seite, bemerkte er. Nia kicherte, als sie das Gleichgewicht sah. Fünf und fünf ergeben auch zehn. Sie passen perfekt zusammen, genau wie wir.

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Nia wollte einen anderen Weg ausprobieren. Sie gruppierte acht Laternen in der Nähe eines großen Sonnenblumentopfes und ließ zwei am Rand stehen. Acht und zwei, zählte sie laut. Es ist nur eine weitere Art, alle zehn zusammenzuhalten. Die Laternen warfen lange, tanzende Schatten gegen die Glaswände und ließen das Gewächshaus unendlich wirken.

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Plötzlich flackerte eine Laterne und wurde dunkler. Nia wollte danach greifen, aber Großvater Solomon hob die Hand. Warte, schau genau hin, sagte er. Wir haben neun Laternen, die hell leuchten. Wie viele brauchen wir noch, um zehn zu haben? Nia schaute auf den leeren Platz. Sie wusste, dass die Antwort in der stillen Dunkelheit verborgen war.

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Nia tippte sanft auf die dunkle Laterne. Sie funkelte, leuchtete auf und gesellte sich zu den anderen. Neun und eins ergeben zehn, jubelte sie. Das Licht kehrte zurück, füllte die Lücken und ließ den ganzen Tisch wieder strahlen. Das Gewächshaus schien aufzuatmen, glücklich, wieder vollständig zu sein. Alles war wieder an seinem Platz und leuchtete genau richtig.

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Sie traten zurück, um ihr Werk zu bewundern. Ob in Gruppen von fünf, acht oder neun, die zehn Laternen erfüllten den Raum immer mit derselben goldenen Wärme. Es war ein wunderschönes Rätsel, das sie gemeinsam gelöst hatten. Die Nachtluft draußen war kühl, aber drinnen waren sie in eine Decke aus sanftem Licht gehüllt.

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Hand in Hand gingen sie zur Tür des Gewächshauses. Die Laternen blieben zurück, ein stetiges, leuchtendes Herz für den Garten. Sie waren nun bereit für das Fest. Nia sah zu ihrem Großvater auf und strahlte. Zehn Lichter, zehn Arten zu leuchten, sagte sie. Und sie gingen unter dem stillen, sternenklaren Himmel nach Hause.



