A story to share together
Die regenfeste Bühne
Owen und Frau Adeyemi testen verschiedene Materialien, um ein wasserdichtes Dach für eine Puppenbühne zu bauen, und lernen dabei durch praktische Experimente während eines leichten Regenschauers etwas über Materialeigenschaften wie Saugfähigkeit und Festigkeit.


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Die Wolken über dem Garten färbten sich tief, stürmisch blau. Owen betrachtete seine hölzerne Puppenbühne und spürte ein paar kalte Tropfen auf seiner Nase. Er brauchte ein Dach, um seine Puppen trocken zu halten, aber welches Material würde dem Regen standhalten? Er rannte los, um Frau Adeyemi in ihrer Werkstatt zu finden.

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Frau Adeyemi wischte sich die Hände an ihrer orangefarbenen Latzhose ab. Sie lächelte, als sie sich Owens Problem anhörte. „Um das beste Dach zu finden, müssen wir testen“, sagte sie. Sie holte vier Quadrate hervor: einfaches Papier, weichen Baumwollstoff, dünne Silberfolie und durchsichtigen Kunststoff. „Lass uns sehen, wie jedes davon mit dem Wasser umgeht.“

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Sie standen unter der Veranda, während der Regen gegen das Dach klopfte. Owen hielt zuerst das Quadrat aus einfachem Papier hinaus. Fast augenblicklich wurde das Papier dunkel und matschig und hing wie ein welkes Blatt herab. „Es ist zu schwach“, stellte Owen fest, als er beobachtete, wie das Wasser direkt durch die Fasern auf seine Hand sickerte.

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Als Nächstes reichte ihm Frau Adeyemi den Baumwollstoff. Owen hielt ihn ruhig. Der Regen traf auf den Stoff und verschwand im Gewebe. „Er ist sehr flexibel“, beobachtete Owen, „aber er saugt das Wasser auf wie ein Schwamm!“ Der Stoff wurde innerhalb von Sekunden schwer und triefend nass und bestand den Test nicht.

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Sie gingen zur Silberfolie über. Owen hielt sie vorsichtig flach. Der Regen klopfte auf die glänzende Oberfläche und perlte in kleinen silbernen Tropfen ab. „Sie ist stark genug, um das Wasser abzuhalten“, sagte er und beobachtete, wie die Tropfen tanzten. Die Folie blieb trocken, aber sie knitterte leicht im Wind.

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Schließlich testete Owen die durchsichtige Kunststofffolie. Er neigte sie, und der Regen floss in einem glatten, stetigen Strom ab. Sie saugte sich nicht voll, sie riss nicht, und sie blieb vollkommen flach. „Diese ist die beste“, entschied Owen. „Sie ist glatt und hält das Wasser komplett von der Bühne fern.“

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Frau Adeyemi half Owen, den Kunststoff über den Holzrahmen der Bühne zu spannen. Mit kleinen Clips befestigten sie die Ecken fest. Der Kunststoff spannte sich straff und bildete ein perfektes, geneigtes Dach, das vor dem grauen, stürmischen Nachmittagshimmel wie ein glänzender, klarer Diamant aussah.

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Der Regen nahm zu und trommelte einen Rhythmus gegen das Kunststoffdach. Owen spähte darunter. Die Holzbühne war vollkommen trocken. Er stellte seine Lieblingspuppe hinein und beobachtete, wie der Regen von oben abprallte. „Die Beweise zeigen, dass es funktioniert!“, jubelte Owen und war stolz auf seine neuen Ingenieurskünste.

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Frau Adeyemi trat einen Schritt zurück und bewunderte das fertige Projekt. „Du hast getestet, du hast beobachtet und du hast das richtige Material für die Aufgabe gewählt“, sagte sie. Owen lächelte, seine kupferfarbenen Locken waren feucht vom Sprühregen. Die Puppenbühne war bereit für eine Vorstellung, egal wie stark der Regen auch fallen mochte.

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Da das Dach fest hielt, begann Owen mit seinem Puppenspiel. Der Regen fiel weiter, aber er konnte seine Bühne nicht berühren. Er wusste jetzt, dass es bei der Wahl des richtigen Materials nur darauf ankam, zu beobachten, wie es sich verhielt. Der Sturm war das perfekte Publikum für seine allererste trockene Aufführung.



