A story to share together
Milo und der Mondscheintanz
Eine neugierige kleine Maus namens Milo beobachtet, wie der leuchtende Mond über den Nachthimmel zieht, und lernt, wie die Erde sich dreht, während der Mond sie in einem sanften Tanz umkreist.


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Jede Nacht blickte die kleine Maus Milo furchtbar gern zum weiten Sternenhimmel hinauf. Heute funkelte ein strahlender, silberner Mond genau über der hohen Weide. Milo schlug sein Skizzenbuch auf und zeichnete rasch einen silbernen Kreis.

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Milo machte sich auf den Weg, um etwas süßen Klee als Snack zu pflücken. Als er zu seinem Lieblingsfelsen zurückkehrte, staunte er mit offenem Mund. Der leuchtende Mond war über den Himmel gewandert und hatte die Weide weit hinter sich gelassen. Wohin wollte er nur?

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Mit leisem Flügelschlag landete Barnaby, die Schleiereule, sanft auf einem Eichenast ganz in der Nähe. Sein roter Schal flatterte im kühlen Wind. Barnaby lächelte Milo freundlich zu und fragte, was los sei.

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Milo seufzte leise und klopfte mit seinem roten Buntstift auf sein Skizzenbuch. Er fühlte sich verwirrt und ein wenig ungeduldig. Er atmete tief durch, um seine vielen Gedanken zu beruhigen, und zeigte hoch hinauf in den tiefen Nachthimmel.

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Barnaby flatterte mit einem gemütlichen Uhu-Rufen hinab ins Gras. Er legte eine glänzende, runde Eichel auf den weichen Boden. Dann nahm er einen kleinen gelben Kieselstein und legte ihn genau neben die glatte Eichel.

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Mit seiner Kralle drehte Barnaby die glänzende Eichel sachte im Kreis. Er erklärte, dass unsere Erde sich den ganzen Tag und die ganze Nacht wie ein Kreisel dreht. Weil wir uns mit ihr drehen, sieht es so aus, als würde der Mond über den Himmel wandern.

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Milo blinzelte mit seinen wachen Augen und führte den gelben Kieselstein in einem langsamen Bogen um die drehende Eichel herum. Er fragte sich, ob der Mond sich auch bewegt. Barnaby nickte herzlich und bestätigte, dass der Mond auf einem großen Kreis wandert.

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Gemeinsam übten sie den Himmelstanz auf dem taunassen Wiesengras. Milo drehte sich kichernd vor Freude um sich selbst, genau wie die sich drehende Erde. Barnaby lief langsam um Milo herum und tat so, als wäre er der kreisende Mond im Weltall.

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Als Milo aufhörte sich zu drehen, blickte er wieder zum glitzernden Himmel auf. Der helle Mond war nun schon den ganzen Weg bis zum fernen Kiefernkamm gewandert. Aufgeregt zeichnete Milo die ganze Reise mit Pfeilen auf sein Papier.

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Schließlich klappte Milo sein kleines Skizzenbuch mit einem schläfrigen Lächeln zu und winkte dem weisen Barnaby zum Abschied. Und von diesem Tag an beobachtete Milo den leuchtenden Mond, wie er über die sternenklare Nacht glitt, glücklich darüber, seinen geheimen Tanz zu kennen.


