A story to share together
Leo und Pips leiser Pfad
Leo und sein leuchtender Koboldfreund Pip lernen, einen einsamen Klassenkameraden zu bemerken und ihn auf ihre eigene, ruhige Art zum Spielen einzuladen.


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Der Schulgarten summte vor Energie. Leo sauste wie eine Rakete an den Blumenbeeten vorbei, seine blaue Latzhose flatterte im Wind. Neben ihm sauste Pip, der hellblaue Kobold, ebenfalls mit und leuchtete sanft. Sie liebten es, schnelle, laute Spiele zu spielen und an diesem hellen, sonnigen Morgen den Schatten auf dem Gras hinterherzujagen.

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Leo hielt bei der großen Eiche an, um zu verschnaufen. Er bemerkte Sam, der allein auf einer Holzbank saß, den Kopf tief eingezogen. Sams Schultern waren hochgezogen und er wirkte kleiner als sonst. Leo spürte ein Flattern in seiner Brust. Es war ein kribbeliges, besorgtes Gefühl, das ihn dazu brachte, wegschauen zu wollen.

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Pip dimmte sein Leuchten und nahm ein sanftes, blasses Lavendel an. Er tippte Leo behutsam auf die Schulter. Leo bemerkte, dass seine eigenen Hände fest geballt waren. Er atmete tief und langsam durch die Nase ein und ließ den Atem durch den Mund wieder ausströmen. Das kribbelige Gefühl blieb, aber es fühlte sich nicht mehr ganz so stechend an.

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Leo ging zur Bank hinüber. Er rannte nicht und er rief nicht. Er setzte sich an das andere Ende der Bank und ließ viel Platz. Pip schwebte leise in der Luft und hielt einen respektvollen Abstand. Leo wartete und beobachtete einen Marienkäfer, der langsam über ein Blatt krabbelte. Er fühlte sich jetzt ruhig und ausgeglichen.

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Sam schaute auf, seine Augen waren groß und unsicher. Leo lächelte ein kleines, freundliches Lächeln. Er bat Sam nicht, um die Wette zu rennen oder Fangen zu spielen. Stattdessen zeigte er auf den Marienkäfer. „Er ist ein langsamer Reisender“, flüsterte Leo. Sam beugte sich ein wenig näher, seine Schultern entspannten sich ein kleines bisschen, während er zusah.

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Sam sagte leise: „Ich mag die lauten Spiele heute nicht. Sie tun meinen Ohren weh.“ Leo nickte. Er verstand dieses Gefühl. Manchmal fühlte es sich an, als würde sich die Welt zu schnell drehen. Er schaute zu Pip, der nun in einem warmen, stetigen Gold leuchtete und zeigte, dass er mit ihrer ruhigen Wahl zufrieden war.

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Leo wollte sichergehen, dass sie das Richtige taten. Er schaute zum Spielbereich, wo Frau Gable zusah. Er winkte, und sie lächelte und gab einen Daumen nach oben. Zu wissen, dass eine Lehrerin in der Nähe war, gab Leo ein noch besseres Gefühl. Sie konnten sicher auf ihre eigene Art spielen.

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Sie beschlossen, nach interessanten Schätzen zu suchen. Sam fand einen glatten, grauen Kieselstein und Leo fand eine zusammengerollte Eichel. Pip tanzte um sie herum und beleuchtete die dunklen Stellen unter den Büschen, damit sie sehen konnten. Es war eine andere Art von Abenteuer, eine, bei der man überhaupt nicht rennen musste.

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Sie setzten sich zusammen und ordneten ihre Schätze in einem Kreis an. Sam lächelte ein echtes, breites Lächeln. Leo fühlte sich auch glücklich. Er erkannte, dass Freundschaft nicht nur bedeutet, auf die gleiche Weise zu spielen; es geht darum, zu bemerken, was jemand anderes braucht, und Seite an Seite in der Stille für ihn da zu sein.

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Die Glocke läutete und signalisierte das Ende der Pause. Leo, Sam und Pip standen gemeinsam auf. Sie mussten nicht laut sein, um Freunde zu sein. Als sie zurück zum Klassenzimmer gingen, wusste Leo, dass er, wann immer er sich Sorgen machte, einfach anhalten, atmen und nach einem neuen Weg suchen konnte, freundlich zu sein.



