A story to share together
Das Geheimnis der verschwundenen Studentenblumen
Leo und sein Glühwürmchen-Freund Pip entdecken, dass der Gemeinschaftsgarten zertrampelt wurde. Anstatt wütend zu werden, lernt Leo, sich zu beruhigen, und bittet seine Nachbarin um Hilfe, um den Garten wieder in Ordnung zu bringen.


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Leo hüpfte fröhlich in Richtung des Gemeinschaftsgartens, während Pip glücklich neben ihm summte. Heute war der Tag! Die Studentenblumen blühten endlich in leuchtenden, sonnigen Reihen. Leo liebte den Duft von feuchter Erde und süßen Blumen. Er konnte es kaum erwarten, seiner Mama die wunderschönen Farben zu zeigen, die er letzten Monat mit gepflanzt hatte.

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Leo blieb wie angewurzelt stehen. Sein Lächeln verschwand. Die Studentenblumen waren nicht mehr sonnig und hoch. Sie waren plattgedrückt, zerquetscht in der dunklen, schlammigen Erde. Ein schweres, heißes Gefühl brodelte in Leos Brust. Er hatte Lust zu schreien, und seine Hände ballten sich zu festen, wütenden Fäusten. Alles fühlte sich falsch an.

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Pip wechselte seine Farbe von hellem Grün zu einem sanften, pulsierenden Orange. Er schwebte direkt vor Leos Nase und zwitscherte einen sanften, tiefen Ton. Leo spürte, wie sein Herz schnell klopfte. Er wollte mit den Füßen aufstampfen, aber Pips sanftes Licht ließ ihn innehalten. Er nahm einen tiefen, zittrigen Atemzug und versuchte, sich zu beruhigen.

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Leo nahm noch einen Atemzug, lang und langsam. Das heiße Gefühl in seiner Brust blieb, aber es fühlte sich nicht mehr ganz so groß an. Er betrachtete die schlammigen Fußabdrücke, die vom Garten wegführten. Es waren große, unordentliche Abdrücke. Jemand war hier gewesen, aber Herumstampfen würde die kaputten Blumen nicht reparieren.

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Leo sah Pip an. „Wir brauchen einen Plan“, flüsterte er. Pip summte zustimmend. Sie schauten sich den Pfad noch einmal an. Die Fußabdrücke führten in Richtung der großen Eiche bei Frau Gables Veranda. Frau Gable war ihre Nachbarin. Vielleicht wusste sie, wer heute im Garten gespielt hatte. Sie gingen gemeinsam hinüber.

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Frau Gable saß mit einem Buch auf ihrer Veranda. Leo war schüchtern, aber er wusste, dass sie freundlich war. Er machte sich groß und nahm noch einen ruhigen Atemzug. „Entschuldigung, Frau Gable“, sagte Leo deutlich. „Im Garten ist etwas passiert. Die Studentenblumen sind alle zerquetscht. Könnten Sie uns bitte helfen, herauszufinden, was passiert ist?“

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Frau Gable schaute über ihre Brille. „Oh je, das ist wirklich schade“, sagte sie freundlich. Sie stand auf und ging mit Leo zurück zum Garten. Sie betrachtete die Fußabdrücke und dann den nahegelegenen Park. „Ich habe vorhin den Welpen der Nachbarn, Buster, gesehen, wie er hier in der Nähe einem Ball hinterherjagte“, erklärte sie.

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Leo erkannte, dass der Welpe es nicht böse gemeint hatte; er hatte nur gespielt. Frau Gable lächelte. „Lass es uns gemeinsam reparieren.“ Sie hoben vorsichtig die verbogenen Stängel an und gossen ein wenig Wasser dazu. Leo fühlte sich viel besser, jetzt wo er eine Helferin hatte. Sogar der Schlamm sah nicht mehr so beängstigend aus.

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Sie benutzten ein paar übrig gebliebene Stöcke, um einen kleinen Zaun zu bauen, der die Blumen schützen sollte. Pip tanzte in der Luft und leuchtete wieder hellgrün. Leo war stolz. Er hatte nicht zugelassen, dass seine großen Gefühle die Oberhand gewannen. Stattdessen hatte er um Hilfe gebeten und den Garten wieder sicher gemacht, damit die Blumen wachsen konnten.

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Der Garten sah wieder friedlich aus. Frau Gable dankte Leo dafür, dass er so ein verantwortungsbewusster Nachbar war. Leo lächelte Pip an. Er wusste, dass er immer, wenn große Gefühle zurückkamen, einen langsamen Atemzug nehmen und einen Weg finden konnte, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen. Es war schließlich ein sehr guter Tag.


