A story to share together
Leo und die wackelige Wolke
Leo, ein kleiner Junge, und sein Begleiter, ein kleiner blauer Flauschball namens Pip, lernen an einem Spieltag, mit großen Gefühlen umzugehen, als ein Turm umfällt und sie zeigen, wie man innehält, atmet und Hilfe sucht.


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Leo und Pip bauten den höchsten Turm im Spielzimmer. Die Bauklötze waren hoch gestapelt und wackelten wie Wackelpudding. Leo kicherte, als er den letzten roten Stein oben draufsetzte. Die Sonne schien hell durch das Fenster und machte den Raum warm und gemütlich. Alles war perfekt, bis der Turm anfing zu schwanken.

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Plötzlich: KRASH! Der Turm stürzte ein und die Klötze flogen überall hin. Leos Gesicht wurde heiß und rot. Seine Hände ballten sich zu festen Fäusten. Er spürte eine große, grollende Gewitterwolke, die in seinem Bauch wuchs. Es war ein Gefühl von Frustration, scharf und plötzlich. Pip schwebte in der Nähe, und sein blaues Fell färbte sich in ein dunkleres, besorgtes Indigo.

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Leo wollte die Klötze durch den Raum werfen. Sein Herz schlug schnell wie eine Trommel. Er sah Pip an, der geduldig wartete. Leo erinnerte sich daran, innezuhalten. Er warf noch nichts. Er stand ganz still da und spürte die Hitze in seiner Brust und das schwere Gewicht seiner Enttäuschung. Es war in Ordnung, sich so zu fühlen.

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Leo schloss die Augen und atmete tief und langsam durch die Nase ein. Er spürte, wie sich seine Lungen wie ein Luftballon füllten. Dann ließ er die Luft langsam wieder heraus und machte ein leises Seufzgeräusch. Die Gewitterwolke in seinem Bauch verschwand nicht, aber sie fühlte sich ein wenig leichter an, wie eine Wolke, die über einen blauen Himmel zieht.

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Das Atmen half Leo beim Nachdenken. Er war immer noch traurig, dass sein Turm weg war, aber er wusste, dass er nicht unordentlich sein wollte. Er sah die Klötze an und dann Pip. Er beschloss, dass er ein wenig Hilfe brauchte, um die Dinge in Ordnung zu bringen. Er stand auf und klopfte seine grüne Latzhose ab, wobei er sich jetzt viel ruhiger fühlte.

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Leo ging in die Küche, wo Mama die Wäsche zusammenlegte. Sie sah auf und lächelte freundlich. „Mama, mein Turm ist umgefallen und ich bin sehr frustriert“, sagte Leo. Mama legte die Wäsche beiseite, kniete sich neben ihn und hörte aufmerksam zu. Es tat gut, seine Worte zu benutzen und das große Gefühl mit jemandem zu teilen, dem er vertraute.

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Mama drückte sanft Leos Schulter. „Das ist ein sehr großes Gefühl, Leo“, sagte sie leise. „Es ist schwer, wenn die Dinge nicht so laufen, wie wir es wollen.“ Sie half ihm, die Klötze einen nach dem anderen aufzuheben. Mit einem Helfer wirkte der Haufen Klötze viel weniger beängstigend und viel einfacher zu bewältigen.

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Zurück im Spielzimmer begannen sie mit einer neuen, breiteren Basis. Leo war diesmal vorsichtig und platzierte jedes Teil mit Bedacht. Pip half, indem er die kleineren Teile an ihren Platz schubste. Sie arbeiteten als Team. Leo war stolz darauf, dass er tief durchgeatmet hatte, anstatt zu reagieren, und dass er um Hilfe gebeten hatte.

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Der neue Turm wurde höher und stärker als zuvor. Er reichte bis ganz an den Rand des Tisches. Leo lächelte und sein Bauch fühlte sich wieder ruhig und glücklich an. Pip machte einen kleinen Freudensprung in der Luft, und sein Fell leuchtete in einem strahlenden Himmelblau. Sie hatten es gemeinsam geschafft.

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Leo lehnte sich zurück und beobachtete, wie sein Turm stolz dastand. Er wusste, dass Gefühle kommen und gehen wie das Wetter, und er wusste genau, was zu tun war, wenn sie groß wurden. Er hatte seinen Atem, er hatte seinen Freund Pip und er hatte seine Familie. Heute war ein sehr guter Tag zum Bauen und Lernen.



